Die Anforderungen an die Landwirtschaft steigen: Klimatische Veränderungen, wachsender Nachhaltigkeitsdruck und der Wunsch nach höherem Ertrag bei reduziertem Ressourcen-Verbrauch erfordern neue Lösungen. Ein smartes Gewächshaus bietet hier ideale Voraussetzungen – besonders dann, wenn es digital vernetzt und automatisiert betrieben wird. Jumo und Weidmüller zeigen, wie moderne Sensorik und Single Pair Ethernet (SPE) Technologien den Weg für eine zukunftssichere, smarte Landwirtschaft ebnen.
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Der Erfolg eines Gewächshauses steht und fällt mit der präzisen Kontrolle der Umgebungsbedingungen. Mit den Hydrotrans-Sensoren von Jumo werden zentrale Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Werte kontinuierlich erfasst. Diese Daten bilden die Grundlage für optimale Wachstumsbedingungen und können den Bedarf der Pflanzen exakt abbilden.
Ein zentraler Vorteil: Die Sensorik ist mit Single Pair Ethernet ausgestattet – einer Technologie, die Daten ohne Umwege direkt vom Sensor in die Cloud überträgt. Edge-Gateways werden dadurch überflüssig, was nicht nur die Komplexität senkt, sondern auch potenzielle Fehlerquellen reduziert. Ein weiterer Pluspunkt ist das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät mit SPE-Schnittstelle, das die Flüssigdüngung effizient überwacht und gezielt steuert.
Single Pair Ethernet ist mehr als ein neuer Übertragungsstandard – es ist eine Schlüsseltechnologie für das Industrial Internet of Things (IIoT). Besonders in großen Gewächshausanlagen spielt SPE seine Stärken aus:
Damit reduziert SPE nicht nur den Verkabelungsaufwand, sondern erhöht gleichzeitig die Ausfallsicherheit und Effizienz der Gesamtlösung – besonders unter den anspruchsvollen Bedingungen in Gewächshäusern.
Sobald die Sensordaten in der Jumo Cloud eintreffen, stehen leistungsfähige Werkzeuge zur Visualisierung und Analyse bereit. Betreiber erhalten in Echtzeit Einblicke in das Mikroklima ihrer Anlage und können beispielsweise Bewässerungs- und Düngepläne auf Basis aktueller Messwerte optimieren. Das steigert nicht nur den Ertrag, sondern reduziert gleichzeitig den Verbrauch von Ressourcen.
Weidmüller liefert mit seinen SPE-Switches die nötige Infrastruktur für die Kommunikation zwischen Sensoren und Cloud. Besonders die unmanaged Varianten punkten mit einfacher Integration – auch für Nutzer ohne tiefes IT-Know-how.
Das Zusammenspiel von Jumo und Weidmüller macht deutlich, welches Potenzial in der intelligenten Automatisierung steckt: Statt pauschaler Steuerung wird gezielt reagiert – auf Basis konkreter Sensordaten. So lassen sich Wasserverbrauch und Düngemittelmenge bedarfsgerecht dosieren. Die Pflanzen erhalten exakt die Bedingungen, die sie benötigen – nicht mehr, nicht weniger.
„Diese intelligenten Lösungen revolutionieren die Art und Weise, wie Gewächshausbetreiber arbeiten. Sie machen es möglich, ressourcenschonend zu wirtschaften und gleichzeitig die Produktivität zu steigern“, erklärt Dr. Thomas Bürger, Leiter der Division Automation Products and Solutions bei Weidmüller.
Mit ihrer gemeinsamen Lösung zeigen Jumo und Weidmüller, wie sich moderne Technologien konkret im Gewächshaus einsetzen lassen. Sensorik, Single Pair Ethernet und Cloud-Dienste verschmelzen zu einem System, das effizient, skalierbar und zukunftssicher ist. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das: weniger manuelle Kontrolle, mehr Automatisierung – und vor allem: mehr Ertrag bei geringerem Ressourceneinsatz.
Ein smartes Gewächshaus ist ein technologisch optimierter Pflanzenanbau unter Glas oder Folie, der auf vernetzte Sensorik, Automatisierung und datenbasierte Steuerung setzt. Es basiert auf intelligenter Technik und präziser Daten-Erfassung – für eine nachhaltigere, präzisere und wirtschaftlichere Landwirtschaft.
Die Antwort hängt vom Einsatzzweck ab, denn beide Materialien bieten spezifische Vorteile. Glas ist die erste Wahl bei dauerhafter Nutzung, hoher Lichtausbeute und automatisierter Technik. Kunststoff überzeugt bei saisonalem Einsatz, Budgetvorgaben und guter Energieeffizienz.
Ein smarter Garten beginnt mit der richtigen Grundausstattung – besonders dann, wenn die Familie frisches Gemüse im Gewächshaus anbauen möchte. Neben hochwertigen Pflanzgefäßen, Erde und Saatgut zählt heute auch digitale Technik zur Basisausstattung. Mit Sensoren, Datanübertragungstechnik und Cloudanbindung lässt sich der smarte Garten im Gewächshaus realisieren.
Michael Klose ist Pressesprecher, Corporate Communication, bei der Jumo GmbH + Co. KG in Fulda.